„Politik als Dienstleistung am Bürger“

Kreisvorsitzender Maik Penn im Interview

Seit 2016 vertritt Maik Penn den Bezirk Treptow-Köpenick im Berliner Abgeordnetenhaus.
Der gebürtige Köpenicker ist Sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und gehört dem Sozialausschuss, Innenausschuss und Petitionsausschuss an.
Im Interview nimmt er Stellung zu aktuellen Themen und gibt einen Ausblick auf die Ziele der nächsten Jahre.


Was verbindet Sie ganz persönlich mit Treptow-Köpenick?

Penn: In diesem Bezirk bin ich seit meiner Geburt 1981 aufgewachsen und 1987 in der damaligen Kuba-Schule im Wongrowitzer Steig eingeschult worden. Rund um den Müggelsee hat mir mein inzwischen verstorbener Opa die Natur erklärt und in der Wuhlheide habe ich viele Jahre als Jugendclubleiter gearbeitet.
 
Welche Entwicklungen freuen und ärgern Sie im Bezirk besonders?

Penn:
Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid, wenn man an häufige durch Bautätigkeiten verursachte Verkehrsstaus oder die Verdichtung von Wohngebieten mit neuen Häusern denkt. Straßen und auch Tramgleise müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden, aber zuweilen habe ich den Eindruck, dass die Verkehrslenkung Berlin und manchmal auch weitere Genehmigungsbehörden schlecht koordiniert werden. Die Verkehrslenkung als solche sollte aufgelöst, die Kompetenzen den Bezirken vor Ort übertragen und nur noch bezirksübergreifende Aufgaben vom Senat koordiniert werden.

Sie sprechen den Wohnungsneubau an...

Penn:
Ja, wir leben in einer wachsenden Stadt – jährlich kommen rund 40.000 Menschen hinzu, womit rund alle fünf Jahre ein neuer Bezirk entsteht, übrigens ganz ohne Flüchtlinge. Gerade Treptow-Köpenick gilt als sehr attraktiv, insbesondere für junge Familien oder mit Blick auf Oberschöneweide und Adlershof auch für Studierende. Ein geringes
Wohnungsangebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage lassen die Mietpreise explodieren. Nebst vernünftiger Mietpreisbremse muss vor allem gebaut werden, anders wird man dem Problem nicht Herr. Niemand kann für seine Umgebung in Anspruch nehmen, dass alles ewig bleibt, wie es gerade ist. Aber die Anwohnerschaft gehört in die Planungen einbezogen und das nicht nur alibihaft.

Mit welchen Schwerpunkten befassen Sie sich Parlament?

Penn:
Im Sozialausschuss liegt mein Augenmerk auf der Obdach- und Wohnungslosenhilfe. Hierzu stehe ich im regelmäßigen Austausch mit verschiedenen Einrichtungen und fahre immer wieder mit dem Kältebus der Berliner Stadtmission durch das nächtliche Berlin. Richtig ist die seit Jahren verstärkte Förderung der Hilfeeinrichtungen, jedoch arbeitet mir der Senat zu sehr an den Symptomen, als grundlegende Ursachenbekämpfung zu betreiben. Hierbei gehört insbesondere die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Die Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau wurden deutlich erhöht, aber Berlin unternimmt zu wenig eigene Anstrengungen, einer wachsenden Stadt gerecht zu werden. Im Innenausschuss ist uns eine weitere Stärkung von Polizei und Feuerwehr ein großes Anliegen. Diese wurden über Jahrzehnte sträflich vernachlässigt. Bereits in der letzten Legislaturperiode wurde beim Personal, der Ausstattung und Bezahlung eine Trendwende erreicht. Dieser Kurs gehört fortgesetzt und eine ordentliche Schippe draufgelegt. Und schließlich der Petitionsausschuss, der ganzjährig jeden Dienstag ab 10 Uhr tagt, in dem ich mich mit ganz individuellen Bürgeranliegen befassen kann.

Bürgeranliegen sind ein wichtiges Stichwort, wie kann man sich Ihre Arbeit als Abgeordneter vorstellen?

Penn:
Einerseits befinde ich mich an mehreren Wochentagen in den Parlamentsausschüssen und 14tägig auf der Sitzung des Parlaments. An den anderen Tagen bin ich in der Stadtunterwegs, schaue mir Einrichtungen an, besuche Dienststellen, informiere mich, nehme an Fachtagungen teil, tausche ich mich mit verschiedenen Akteuren aus. Besonders wichtig sind mir die regelmäßigen Bürgersprechstunden in meinem Wahlkreisbüro und in verschiedenen Ortsteilen Treptow-Köpenicks. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man als gewählter Volksvertreter kein Zauberer ist. Man kann Wege aufzeigen, eigene Veranstaltungen zur Information und zum Austausch durchführen, Kontakte vermitteln, Themen anstoßen und in Einzelfällen auch direkt helfen, aber nicht selten sind dicke Bretter zu bohren, hierbei verstehe ich mich als Dienstleister am Bürger.

Wie kann man Kontakt zu Ihnen aufnehmen?

Penn:
Telefonisch über mein Bürgerbüro (Köpenicker Hof, Stellingdamm 15, 12555 Berlin) unter 030-65075392 oder per E-Mail an penn@cdu-fraktion.berlin.de. Informationen über meine Arbeit und Termine für Bürgersprechstunden findet man unter www.penn-tk.de.

Vielen Dank für das Gespräch.

Penn:
Sehr gerne!

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